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Wie eine ausgewogene Ernährung bei Stress hilft

„Was gab’s heute bei Dir zu Mittag?“ – „Ich hatte nur einen kleinen Snack am Schreibtisch.“ In hektischen Zeiten bleibt eine vollwertige Nahrungsaufnahme meist auf der Strecke. Anti-Stress-Experte Dr. Vinzenz Mansmann erklärt, warum ausgewogenes Essen so wichtig ist, und wie man mit den richtigen Lebensmitteln sogar Stress vermeiden kann.

Bad Waldsee, 28. Oktober 2008. „Essen wie Gott in Frankreich“ – das trifft bei den deutschen Arbeitnehmern immer seltener zu. Meist ist mittags zu wenig Zeit und es müssen noch viele Aufgaben erledigt werden. „Da kommt ein gesundes Mittagessen in ruhiger Atmosphäre meist zu kurz“, weiß Dr. Vinzenz Mansmann, Chefarzt der NaturaMed Vitalclinic in Bad Waldsee. Viele lassen sich dann zum Nebenbei-Essen oder zum schnellen Snack von der Imbissbude verleiten. Gegen eine gelegentliche Wurst vom Grill oder frittierte Erdäpfel an würziger Tomatensauce ist nichts einzuwenden. Wenn dies aber zur Regel wird, kann es problematisch werden. Denn eine zu hastige oder einseitige Ernährung kann die Leistungsfähigkeit erheblich reduzieren.

Stress und Ernährung – ein wechselseitiger Wirkungskreis„Die ersten Symptome von beginnendem Stress bemerkt der Betroffene meist gar nicht“, erklärt Dr. Mansmann. „Ohne gesunde Ernährung können schnell ernsthafte körperliche Erkrankungen entstehen, die dann unbehandelt zu Organschäden führen. Umso wichtiger ist eine individuelle Prävention mit ausgeglichener Ernährung, was einem kein Arzt abnehmen kann. Insbesondere die Mikronährstoffe werden immer wichtiger, da unsere Ernährung zusehends zu einer reinen Kalorienaufnahme degradiert wird. Kommen dann noch Mahlzeiten in der Mikrowelle und andere belastende Kochverfahren hinzu, gibt es viele Gründe, die es notwendig machen, Mikronährstoffe zusätzlich zuzuführen. Besonders dann, wenn schon durch Stress verursachte Erkrankungen bestehen.“

Aus seinen Erfahrungen mit Patienten weiß er: „Bei Stress werden deutlich mehr Mikronährstoffe verbraucht. Zudem kommt es zu vermehrt ungesunden Gewohnheiten wie Tabak- und Alkoholkonsum, Fast-Food-Zwischenmahlzeiten und Schokoladengenuss.“ Aber gerade das ist in Hinsicht auf Stressabbau kontraproduktiv, da die körperliche Verfassung und Ernährung sich gegenseitig beeinflussen. Damit aus diesem Wirkungs- kein Teufelskreis wird, sollten ein paar einfache Dinge beachtet werden.

Tipps vom Experten
Den negativen Auswirkungen von ungesundem Essen, wie z. B. Übersäuerung und erhöhtes Arterioskleroserisiko, kann zum Teil durch basische Ernährung mit Kartoffeln oder vitaminreicher Kost mit viel Obst und Gemüse begegnet werden. Eine gezielte und ergänzende Aufnahme einzelner Nährstoffe neben der gewöhnlichen Nahrung sollten unbedingt Magnesium, Omega-3-Fettsäuren sowie die Vitamine C, B1, B6, B12 und E enthalten. So deckt z. B. eine Portion Lachs den täglichen Bedarf an Omega-3-Fettsäuren und Spinat sowie Broccoli versorgen den Organismus ausreichend mit Magnesium. Alle Kohlarten enthalten Vitamin K, das gegen die so häufigen Flecken bei Frauen hilft.

„Eine regelmäßige und entspannte Mittagspause füllt die Batterien wieder auf“, fasst Dr. Mansmann zusammen. „Man gewinnt mehr Abstand zur Arbeit, aber auch die Motivation und Konzentrationsfähigkeit verbessern sich nach einer kleinen Erholungspause.“


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