Schortens, 09. September 2008 – Herbstzeit ist Boßelzeit – ganz besonders an der niedersächsischen Nordseeküste, der Hochburg für den Boßel-Sport schlechthin. Viele Vereine, Clubs und private Gruppen greifen in der Herbst- und Wintersaison wieder zur Eisen-, Plastik- oder Hardgummikugel, um diese möglichst weit über die Straßen des flachen Küstenlands zwischen Elbe und Ems zu treiben. Boßeln: ein Sport, der sich in der Region auch bei immer mehr Urlaubern großer Beliebtheit erfreut.
Boßeln ist ein typisch norddeutscher Sport mit einer langen friesischen Tradition, der auf das sogenannte „Klootschießen“ zurückgeht, das die Friesen im Winter auf den zugefrorenen Wiesen gespielt haben. Seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich das sportliche Terrain mehr und mehr auf die öffentlichen Straßen verlagert – das moderne Straßen-Boßeln war geboren. Beim Werfen der so genannten Boßel (plattdeutsch für Kugel) treten zwei Mannschaften gegeneinander an mit dem Ziel, ihr Sportgerät möglichst weit zu werfen. Für den Wettkampf wird eine etwa sieben Kilometer lange Strecke ausgewählt. Die Reihenfolge der Werfer wird innerhalb einer Mannschaft festgelegt und dann werfen die Boßler abwechselnd, wobei jede Mannschaft von dem Punkt aus werfen muss, an dem die Boßel zuletzt liegen geblieben ist.
Von entscheidender Bedeutung ist beim Boßeln die Beschaffenheit der Strecke: Der Werfer muss Gefälle, Kurven und alle anderen natürlich vorhandenen Gegebenheiten optimal nutzen, um möglichst weit zu werfen und dabei zu verhindern, dass die Boßelkugel außerhalb des „Spielfelds“, zum Beispiel in einem Graben, landet. Die Boßel selbst besteht heutzutage aus Holz, Kunststoff, Eisen oder Gummi. Sie hat einen Durchmesser von bis zu 12 Zentimeter mit einem Gewicht von bis zu 800 Gramm. Gewonnen hat das Team, das am Ende der Strecke die meisten Punkte, sogenannte „Schoets“ vorweisen kann. Ein Schoet bekommt man dann, wenn ein Werfer eine Weite vorgelegt hat, die die gegnerische Mannschaft auch mit zwei Würfen nicht mehr erreichen kann. Gespielt wird bei jedem Wetter!
Beim Boßeln geht es in den Vereinen und Clubs nicht nur um die sportliche Ehre, sondern immer auch um Spaß und Geselligkeit. Der Bollerwagen mit dem nötigen „Proviant“ wird aber in aller Regel nur von den Freizeit- und Laien-Boßlern mitgeführt. Und nach der sportlichen Runde an der frischen Nordseeluft, bei der jeder Mitspieler mal richtig durchatmen kann, lockt am Abend noch ein zünftiges Grünkohlessen. So wird das Boßeln an der niedersächsischen Nordseeküste ein echtes Erlebnis, das es sich gerade in der Nebensaison in den kühleren Herbst- und Wintermonaten zu entdecken lohnt.
Für alle, die jetzt das Erlebnis „Boßeln“ für sich entdecken wollen, hat die Nordsee GmbH ein paar Urlaubspauschalen zusammengestellt. Z.B.:
„Neuharlingersiel-Boßel-Arrangement ‚Bliev up Pad’“
3 Übernachtungen in der gebuchten Kategorie:
· Gemütliches Frühstück
· Zweistündiges Boßeln unter fachkundiger Anleitung
· Original Ostfriesisches Grünkohlessen
· Einen Korn (zur Verdauung)
· Eine wohlige Harmoniemassage mit herbstlichen Aromen (60 Minuten)
· Ein Mal freier Eintritt in die große Saunalandschaft mit vier
verschiedenen Saunen und Meerwasser-Hallenbad
· Reiseunterlagen, Informationsmaterial und Sicherungsschein
Preis pro Person im Doppelzimmer ab 145,- Euro
Preis pro Person in einer Ferienwohnung ab 169,- Euro.
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Allgemeine Urlaubsinformationen finden Sie unter: www.die-nordsee.de
oder telefonisch unter 01805-202096 für 14 Cent/Min
Bildmaterial finden Sie unter: http://www.die-nordsee.de/uploads/media/Bosseln1_Neuhalringerdsiel.JPG
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