Leuchttürme – wichtige Wegweiser und herrliche Aussichtspunkte
Schortens, 02. August 2011. Die Gedanken treiben lassen, den Kopf frei bekommen: Wo gelingt das besser als an der Nordsee? Wasser so weit das Auge reicht. Doch die Küstenorte und Ostfriesischen Inseln haben viel mehr zu bieten als nur Abstand vom Alltag und das Weltnaturerbe Wattenmeer. Neben dem einzigartigen Naturerlebnis ziehen auch die zahlreichen Leuchttürme die Besucher immer wieder in ihren Bann. Während sie in den vergangenen Jahrhunderten für die Seeschifffahrt als wichtige Wegweiser dienten, sind sie an Land heute beliebte Ausflugsziele. Die niedersächsische Nordsee hat viele dieser faszinierenden und beeindruckenden Wahrzeichen zu bieten.
Hier ist Krummhörn spitze
Der kleinste Leuchtturm (11 Meter hoch) in Pilsum und Deutschlands größter (65 Meter Höhe) in Campen (beide in der Gemeinde Krummhörn) – wie Pat und Pattachon stehen sie nur zirka sieben Kilometer Luftlinie voneinander entfernt und üben eine magische Anziehungskraft auf Einheimische und Gäste aus. Der rot-gelb geringelte „Pilsumer Leuchtturm“ spielte schon in Otto Waalkes‘ Kinofilm „Otto – der Außerfriesische“ eine Hauptrolle. Heute ist er unter anderem ein begehrter Ort für verliebte Paare, um sich das Jawort zu geben. Der „Campener Leuchtturm“, eine Dreibeinstahlkonstruktion, die auch als „Eiffelturm der Nordsee“ bekannt ist, bietet – 308 Stufen hoch – einen sagenhaften Ausblick über die Krummhörn und eine einzigartige Wattlandschaft bis in die Niederlande. Noch immer dient sein Leitfeuer zur Navigation der Schifffahrt.
Nördlichster Punkt Niedersachsens
Die Kugelbake ist nicht nur das Wahrzeichen von Cuxhaven, sie ist auch zugleich der nördlichste Punkt Niedersachsens. Das Wort „Bake“ war im Mittelalter die Bezeichnung für Seezeichen. Und tatsächlich war der rund 30 Meter hohe, aus Holz errichtete Leuchtturm ein geografisch wichtiger Punkt für die Seefahrt: Er zeigt an, wo die Elbe endet und die Nordsee anfängt. Heute steht die Kugelbake unter Denkmalschutz und ist nur noch ein willkommenes Ausflugsziel von Nordsee-Urlaubern.
Architektur, die verzaubert
Wer denkt, dass Leuchttürme alle gleich aussehen, der irrt sich gewaltig. Zu einem Schmuckstück maritimer Bauten Bremerhavens gehört das 15 Meter hohe Leuchtfeuer „Kaiserschleuse Ostfeuer”, das der Volksmund „Pingelturm” nennt. Das Backsteingebäude besticht durch seine außergewöhnliche Architektur und ist mit seiner außen angebrachten Nebelglocke ein richtiges Unikum. Etwas weiter südlich direkt an der Schleuse zum Neuen Hafen steht ein Bauwerk, das man wohl eher für eine Kirche halten würde, wäre oben nicht ein Leuchtfeuer angebracht. Der rund 40 Meter hohe „Simon-Loschen-Turm“ ist eines der Wahrzeichen der Seestadt. Mit ihm präsentiert sich heute der älteste noch in Betrieb befindliche Festland-Leuchtturm an der deutschen Nordseeküste. Heiratswillige haben die Möglichkeit, auf dem Turm in Backsteingotik auch symbolisch in den Hafen der Ehe einzulaufen.
Rückkehr nach 75 Jahren
Eine echte Attraktion an der Wurster Nordseeküste ist der „Kleine Preuße“. Der Leuchtturm erhielt seinen Namen aufgrund der geringen Größe von nur zehn Metern und dem Anstrich in den preußischen Farben schwarz-weiß. Seinen Dienst hat er bis zum Jahr 1930 am Deich von Wremen getan, bis er 2005 am Kutterhafen neu errichtet wurde. Der Leuchtturmnachbau hat sich nicht nur zum Anziehungspunkt für Nordsee-Urlauber gemausert. Mittlerweile ist auch er ein Geheimtipp bei heiratswilligen Paaren.
„Zahlreiche Leuchttürme begrüßen die Urlauber auf den Ostfriesischen Inseln und in den Küstenorten – jeder von ihnen hat seinen eigenen Charme“, so Oliver Melchert, Pressesprecher der Nordsee GmbH. „Kein Wunder, dass Leuchttürme zu den beliebtesten Fotomotiven von Nordsee-Reisenden gehören. Und wem eine Trauung im Standesamt um die Ecke nicht spektakulär genug erscheint, für den gibt es maritime Alternativen mit einmaligem Ausblick.“
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