ad publica veröffentlicht erste Studie zur erfolgsabhängigen Honorierung

80 Prozent der befragten PR-Verantwortlichen befürworten erfolgsabhängige Honorierung von PR-Leistungen

 

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Eine Umfrage zum Thema „Erfolgskontrolle von Kommunikationsprozessen und Erfolgsabhängige Honorierung in der PR-Branche“ hat ad publica Public Relations von Mitte März bis Ende Mai 2001 auf Grundlage des Ehrenkodex für PR-Fachleute, dem „Code de Lisbonne“, durchgeführt. Im Artikel 11 des „Code de Lisbonne“ war festgelegt, dass Public Relations-Fachleute keine erfolgsabhängige Bezahlung für ihre erbrachten Dienstleistungen entgegennehmen dürfen. Dieser Artikel wurde am 17. Juni 2000 nach der 41. Mitgliederversammlung der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) außer Kraft gesetzt. Dies hat in der PR-Branche die Debatte rund um das Thema erfolgsabhängige Bezahlung von Agenturen neu entfacht. Die Erhebung sollte dazu beitragen, den Bekanntheitsgrad des Kodex zu ermitteln und die Akzeptanz gegenüber des Code sowie seines Inhalts zu bewerten. Befragt wurden Personen, die aufgrund ihrer beruflichen Position mit dem Kodex in Berührung kommen (Pressesprecher und PR-Verantwortliche in Unternehmen).

In die repräsentative Umfrage gingen Firmen verschiedener Branchen (Pharma, Energie, IT und Telekommunikation, Geld- und Kreditwirtschaft, Medien, Versicherungen) und Größenordnungen (Start-up, Mittelstand, Großunternehmen) ein. Von den rund 1.750 befragten PR-Verantwortlichen haben sich 515 (29,4 Prozent) an der Untersuchung beteiligt.

Die wichtigsten Ergebnisse in Kurzform:

1. Erschreckend ist, dass knapp 60 Prozent der befragten PR-Verantwortlichen den „Code de Lisbonne“ überhaupt nicht kennen. Dies zeigt einmal mehr wie wichtig die Definition eines einheitliches Berufsbildes und klarer Ausbildungswege in der PR-Branche ist – beides liegt bisher immer noch nicht vor.

2. Nur knapp ein Viertel der Befragten weiß von der Außerkraftsetzung des Artikels 11. Dies zeigt offensichtlich, dass die Informationspolitik der Verbände verbessert werden muß. Es stellt sich die Frage, inwieweit Branchenthemen auch PR-Verantwortliche erreichen, die nicht in den Verbänden engagiert sind bzw. nicht aktiv aktuelle Entwicklungen verfolgen. Gefordert ist: Mehr PR für PR!

3. Den Schritt der Aufhebung des Artikels 11 und die Möglichkeit der erfolgsabhängigen Honorierung begrüßen knapp 80 Prozent der Befragten. Die Kommentare, die an dieser Stelle möglich waren, zeigen, dass in einer Zeit, in der die Märkte zunehmend unter Druck stehen, nach Alternativen zu herkömmlichen Dienstleistungs- und Arbeitsprozessen gesucht wird. Am wichtigsten war den Befragten die Transparenz der Agenturarbeit: Die Leistung der Agentur kann durch erfolgsabhängige Honorierung einfacher überprüft werden.

Die weiteren Begründungen lassen sich in folgenden Schlagworten zusammenfassen: Der Markt verlangt es; Verbesserte Kundenorientierung; Leistungsanreiz für Agenturen; Leistung und Gegenleistung in anderen Branchen auch üblich; Anpassung an internationale Maßstäbe.

 

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