What’s ap Social Media? Das sind die Neuerungen bei Instagram, Facebook & Co.

Die Welt verändert sich rasant. Angepasst an unseren schnelllebigen Alltag updaten auch die Social Media-Kanäle und Kommunikationstools stetig ihre Features, die uns insbesondere in Zeiten von Social Distancing das Leben vereinfachen und es bunter machen. Die wichtigsten Neuerungen haben wir für euch im apdate!

Facebook

Facebook gilt zwar mittlerweile eher als “Oldie” unter den Social Media Kanälen, dennoch ist das Unternehmen stets am Puls der Zeit und bietet kontinuierlich Updates und neue Funktionen: In Zeiten der Corona-Pandemie hat das Netzwerk einige Features auf den Markt gebracht, die es sowohl Unternehmen als auch privaten Usern ermöglichen, auf digitaler Ebene näher zusammenzurücken und sich gegenseitig zu unterstützen. Neben den Facebook Live Watch Partys, die Solidaritätsbekundungen in großem Maßstab erlauben (wie die Übertragung des Spendenkonzerts “One Wold: Together at home”), sind da auch der Spendenaufkleber, der es ermöglicht auf bestimmte Organisationen aufmerksam zu machen und Spenden zu generieren, und das neue Herz-umarmende-Emoji, mit dem User ihre persönliche Wertschätzung für das medizinische Fachpersonal zum Ausdruck bringen können.

Auf Business-Ebene ist sicher das neue Feature “Messenger Rooms” von Bedeutung. Mit dem eigenen Videochatkonferenz-Tool sagt Facebook dem derzeitigen Platzhirschen Zoom den Kampf an. Messenger Rooms ist am 14. Mai via Facebook gestartet und soll perspektivisch auch für die Kanäle Instagram und WhatsApp verfügbar sein. Ebenso wie bei Zoom funktioniert das Starten eines Konferenzcalls und Hinzufügen von Teilnehmern einfach über das Verschicken eines entsprechenden Links. Im Gegensatz zu seinem direkten Konkurrenten bietet Rooms einige Vorzüge. So sind einzelne Videokonferenzen zeitlich nicht begrenzt und der Host hat die Möglichkeit einzelne Teilnehmer aus der Konferenz zu entfernen sowie das Teilen des Links zu unterbinden. Zudem können auch bei Rooms virtuelle Hintergründe hinzugefügt und die Lichtgestaltung entsprechend der Stimmung angepasst werden. We like!

Instagram

Auch die Foto- / Video-Plattform trumpft mit Neuerungen auf: die wohl am meisten erwartete unter ihnen ist die Möglichkeit, Live-Content nun auch über die Web-Version und somit über den Desktop zu betrachten. Das gilt nun auch für die Direct Messages, die neuerdings in der Kopfzeile angezeigt werden. Zudem wird am Video-Bereich IGTV weiter festgehalten. Im Rahmen eines Testlaufs für ausgewählte Nutzer lassen sich Inhalte von Live-Übertragungen über IGTV speichern und so länger als 24h verfügbar machen. Neu ist, dass User die ersten 15 Sekunden eines IGTV-Clips in ihren Stories teilen können.

Gemeinsam über Instagram Videos zu lachen mit Freunden oder Kollegen ist trotz der Kontaktbeschränkungen möglich. Dank der Co-Watching-Funktion können User Postings gemeinsam mit den Liebsten via Videochat ansehen. Mit dem neuen Medien-Button können Insta-User zudem alle zuletzt gelikten und gespeicherten Beiträge einsehen und teilen. Der einzige Nachteil: Offizielle Profile mit blauem Haken sind derzeit noch von der Videofunktion und somit auch dem Co-Watching ausgeschlossen.

Keine Content-Idee? An unkreativen Tage soll das von “Text” zu “Erstellen” umbenannte Story-Feature Abhilfe schaffen. Die neue Funktion vereinfacht es, Inhalte zu teilen, ohne ein Foto oder Video machen zu müssen, und überzeugt mit neuen Einbindungen wie dem Throwback-Vorschlag.

Neben allem Spaß kann Instagram aber auch Ernst! Die Plattform möchte zukünftig stärker gegen Fake-News und Mobbing vorgehen und so die Community vor falschen und gefährlichen Inhalten schützen. Insbesondere angesichts der Corona-Krise kursieren viele falsche Fakten und Verschwörungen im Netz. Deshalb werden Beiträge, welche von externen Faktenprüfern als falsch eingestuft werden, von allen Explore- und Hashtag-Seiten entfernt. Wer nach Informationen über  COVID-19 sucht, wird von der Plattform zudem direkt auf die offiziellen Informationsstellen wie die WHO oder lokale Gesundheitsministerien hingewiesen. #staysafe

Auch dem Cyber-Mobbing sagt Instagram den Kampf an. Eine künstliche Intelligenz merkt sich Kommentare und Beschreibungstexte, die bereits gemeldet wurden. Falls wir etwas posten wollen, das einem gemeldeten Inhalt ähnelt, werden wir kurz vor Veröffentlichung noch einmal gebeten, über unsere Worte nachzudenken. Natürlich kann die Warnung auch einfach übersprungen werden. Zusätzlich können Profile Follower, die vermehrt negativ auffallen, nun auch einschränken statt sie umfassend zu blockieren. Kommentare dieser Personen sind dann erst sichtbar, wenn sie freigegeben wurden. Auch wenn die Features den Hass im Netz nicht komplett verhindern können, sind sie doch ein Schritt in die richtige Richtung. Denn auch wir finden: Love wins!

Pinterest

Content is king! Die Plattform Pinterest hat 2020 ihren Algorithmus angepasst und spielt derzeit bevorzugt neue Pins aus. Zeit also, die Pinterest Strategie ein wenig anzupassen. In diesem Zusammenhang sollte die Zahl der Duplicate-Pins verringert werden. Hoch im Kurs steht zudem frischer Content mit neuen Bildern, neuen Beschreibungen und neuen URLs. Dennoch: Tailwind Tribes und SmartLoops sind nach wie vor sinnvoll.

TikTok

Die führende Plattform für mobile Kurzvideos investiert 2020 vermehrt in “Trust & Safety”. Vor allem die jungen Nutzer sollen so noch besser geschützt werden. Für das Versenden von Direktnachrichten gilt ab dem 30. April daher ein Mindestalter von 16 Jahren. Zudem können nur befreundete Nutzer via DM in Kontakt treten, dabei aber keine Fotos oder Videos versenden, um unerwünschte Nachrichten und unangebrachte Inhalte zu vermeiden.  Für das Kaufen, Versenden und Erhalten virtueller Geschenke wurden ebenfalls die Richtlinien angepasst; das Feature ist nun erst ab 18 Jahren nutzbar.

Bereits Anfang des Jahres führte TikTok den “Begleitenden Modus” für Eltern und Erziehungsberechtigte ein, der diese beim Umgang mit der Plattform unterstützen soll. Zudem wurde ein lokaler Leitfaden für Eltern und Jugendliche veröffentlicht.

Auch während der Coronazeit zeigt sich die Plattform verantwortungsvoll. Gemeinsam mit der WHO wurde eine Informationsseite erstellt, die Tipps bietet und Gerüchte über das Virus einordnet. Zusätzlich werden Coronavirus-bezogene Videos mit einem Label versehen, das die Nutzer auf vertrauenswürdige Informationen hinweist.

Zoom

Das Zoom-Update 5.0 ist erschienen und brachte einige Neuerungen mit sich!

Die Videotelefonie-App setzt ab jetzt auf einen neuen Verschlüsselungsstandard und verlangt vor Eintritt in Meetings vermehrt Passwörter. Dies soll vor allem das sogenannte “Zoombombing”, bei dem sich Unberechtigte in eine Videokonferenz einwählen, deutlich erschweren. Um einen zusätzlichen Verifikationsschritt einzubauen, werden Teilnehmer einer Konferenz zudem von nun an in einen virtuellen Warteraum befördert. Es bedarf im nächsten Schritt einer Zulassung durch den Administrator, um an der Videokonferenz teilnehmen zu können.

Business-Anwender können sich zudem jetzt aussuchen, über welche Regionen der Datenverkehr während eines Meetings geroutet wird.

Zoom boomt zu Home-Office-Zeiten, doch auch die Konkurrenz schläft nicht und drängt mit Alternativen auf den Markt. Wir halten euch auf dem Laufenden. In jedem Fall aber bleibt es spannend!